Oliver Kramer:
Tag zwei bei der NØRD 2026. Und was soll ich sagen, es ist schon am frühen Morgen ein buntes Treiben hier. Viele Besucher trudeln langsam ein. Auch die Aussteller beziehen ihre Stände sozusagen. Und ich habe jetzt als ersten Gast und freue mich ganz besonders die Sandra Duwe hier bei mir Leiterin der Kreis Volkshochschule Ludwigslust-Parchim. Hallo Sandra. Guten Morgen.

Sandra Duwe:
Ja, hallo. Guten Morgen. 

Oliver Kramer:
Sandra, vielleicht erst mal die Frage, inwieweit seid ihr heute hier bzw. auch gestern schon vertreten? Ihr seid ja so ein bisschen eingerahmt in den Stand des DeveLUP.

Sandra Duwe:
Wir sind also am Gemeinschaftsstand 30-01 des DeveLUP. Und warum sind wir das? Weil wir als Volkshochschule mit einer Geschäftsstelle eben im DeveLUP arbeiten dürfen und unsere Bildung anbieten dürfen. Da sind wir sehr stolz darauf. Ist ein sehr modernes Gebäude, das Zukunftszentrum. Letztendlich arbeitet die Volkshochschule sehr viel dafür, wie die digitale Bildung in die Zukunft geht.

Oliver Kramer:
Ja, ich kenne das Gebäude natürlich. Ich kenne auch eure Einrichtung. Der liebe Henrik Wegner vom DeveLUP hat mich damals schon mal so ein bisschen herumgeführt. Ist alles schon sehr modern eingerichtet. Aber du hast mir im Vorgespräch auch verraten, ihr seid nicht nur dort in Ludwigslust vor Ort, sondern ihr geht auch ganz viel in die Breite, in die Fläche, was glaube ich auch in einem Flächenkreis notwendig ist.

Sandra Duwe:
Genau. Unser Anspruch ist, Bildung für alle anzubieten, also im Bereich der Erwachsenenbildung natürlich und so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Und das schaffen wir nur, wenn wir in der Fläche des Landkreises auch unsere Bildungsangebote positionieren. Und wir kommen auch vor Ort.

Oliver Kramer:
Wie muss man sich das vorstellen? Dann wird ein Raum vor Ort irgendwie angemietet und man nutzt vor allen Dingen die Ressourcen. Sagen wir mal, da stellt jemand, ich sage jetzt mal, bietet einen Töpferkurs, das ist immer so der Klassiker, an und dann werden die Ressourcen von vor Ort genutzt.

Sandra Duwe:
Genau. Aber ich mache es mal an einem Beispiel der digitalen Bildung. Wir sind, glaube ich, sehr gut darin, wirklich Ressourcen zu nutzen. Und gerade was die digitale Bildung angeht, da sind eher so die Gemeinden unsere Ansprechpartner und viele haben Gemeinderäume oder Feuerwehr-Gemeinschaftsräume, die wir dann nutzen. Und es ist auch so, dass die durch den Breitbandausbau und durch die Erfahrung durch Corona eben auch an vielen Stellen schon recht gut, ausgestattet sind. Teilweise eben auch mit Active Boards. Und das ist natürlich ein Idealzustand für uns und wir kriegen dann vor Ort, da funktioniert auch so ein bisschen der Herdentrieb besser.

Oliver Kramer:
Mundpropaganda einfach dann. 

Sandra Duwe:
Genau. Und ich sag immer Herdentrieb, dann die Leute eben auch viel besser erreicht.

Oliver Kramer:
Stichwort digitale Bildung. Wir sind ja heute hier auf einer Digitalkonferenz. Natürlich, da die Frage: Was ist gerade so angesagt? Ich glaube, das geht wirklich von A bis Z, weil ihr seid ja einerseits auch für die grundhafte Bildung zuständig. Wie bediene ich ein Smartphone? Auch das ist, glaube ich, nach wie vor ein Thema. Bis hin zu KI?

Sandra Duwe:
Ja, genauso bis hin zu KI. Also unter dem Slogan „Ohne digitale Bildung bleibt Zukunft Theorie” sagen wir so, sind wir als VHS unterwegs. Wir sind hier, glaube ich, so ein bisschen Außenseiter, weil in der Regel geht es hier auf der Messe ja um Innovation. Und wir sind diejenigen, die sagen: „Wie bringen wir es in den Alltag?“ Weil wir gesagt haben: Wenn diese digitale, sage ich mal, Innovation oder wenn diese digitalen Innovationen nicht in den Alltag kommen, dann nehmen wir die Menschen letztendlich in der Breite auch nicht mit. Und das ist sehr wichtig.

Und deswegen bieten wir eben so diese grundsätzlichen Dinge an. Wie funktioniert ein Smartphone? Wie ein Tablet? Was stelle ich ein? Wir nehmen viele Ängste und machen aber auch mutig und setzen aber in diesen Kursen auch methodisch ein: 3D-Druck und diese VR-Brillen, um eben auch einfach zu zeigen, was möglich ist und verbinden das eben auch mal mit Sprachkursen oder Zeichnen-Kursen. Also so, dass wir eben diese digitalen Innovationen einfach eben auch als Methode einsetzen und knüpfen eben auch immer gleich daran an, wo sind die Menschen aktuell mit herausgefordert? Beispielsweise digital Anträge zu stellen und oder ein Chatbot zu benutzen. Und das wird eben unmittelbar in unseren Kursen dann eben eingebaut und trainiert und möglichst auch mit dem, was so regional angeboten wird, also was der Landkreis auf der Website hat oder den Krankenkassen. Das ist ein großes Thema.

Und wir stellen eben auch fest: Vor Jahren ist es noch so gewesen, dass eben gerade die ältere Generation häufig gesagt hat: „Damit beschäftige ich mich nicht mehr, das brauche ich nicht mehr.“ Die Einsicht hat sich Gott sei Dank geändert. Wir haben viel daran gearbeitet und immer gesagt: „Doch, ihr werdet abgehängt. Ihr müsst es tun und wir helfen euch dabei.” Und das ist so unsere Mission.

Oliver Kramer:
Schön. Wunderbar. Also wie gesagt, kurzer Einblick heute nur, Sandra, in eure Arbeit, in eure wertvolle Arbeit. Das ist für mich Basisarbeit par excellence, die Menschen vor Ort abzuholen
und weiterzubilden, auszubilden. Und bedanke mich erst mal für das kurze Gespräch.

Sandra Duwe:
Ja, danke.

Oliver Kramer:
Jetzt ist bei mir der liebe Hannes, Hannes Lipka, Vorstand der Gründungswerft. Wir haben uns im Vorfeld auf das „Du” geeinigt. Hi, Hannes. 

Hannes Lipka:
Hi, Olli, schön, dich wiederzusehen.

Oliver Kramer:
Ja, wir kennen uns ja schon eine Weile. Und, Hannes, du bist natürlich heute hier als Vertreter der Gründungswerft. Und natürlich ja auch letztendlich Vertreter dieses tollen Netzwerkes der Start-up-Szene in Mecklenburg-Vorpommern. Was sind so denn deine ersten Eindrücke? Ich glaube, du warst gestern nicht hier, aber bist heute da. So erste Vibes?

Hannes Lipka:
Genau. Also ich finde es immer wieder schön. Auf der NØRD finde ich, sieht man, was für ein Potenzial und was für eine Energie eigentlich in Mecklenburg-Vorpommern steckt. Also, ich würde mir eigentlich wünschen, dass das hier jeder Bürger, jede Bürgerin in Mecklenburg-Vorpommern einmal sieht, was für tolle Talente, Unternehmen, und was für eine Innovationskraft eigentlich in unserem Bundesland steckt. Weil das sieht man hier, finde ich sehr, sehr gut. Hier kommt alles zusammen, die komplette Zukunft von Mecklenburg-Vorpommern und ich bin ein großer Fan.

Oliver Kramer:
Worauf freust dich heute am meisten?

Hannes Lipka:
Ich habe eigentlich mehrere Highlights, aber worauf ich mich sehr freue, dass sich unsere Start-ups wieder präsentieren dürfen. Einmal im Vorentscheid und dann natürlich nachher auch auf der Mainstage. Da ist dann das große Finale von „Himmel der Möwen”, unserem bekannten Pitching-Format. Dann zusätzlich zeigen wir auf der Mainstage auch noch mal Best Practices im Bereich Venture Clienting, also, wie KMU's, kleine mittelständische Unternehmen mit Start-ups kooperieren. Da haben wir auch ein praktisches Beispiel mitgebracht, wo das sehr, sehr gut funktioniert hat, um auch noch mal zu zeigen, wie man die alte und die neue Welt quasi miteinander verbinden kann. Und der Herr Dr. Geue kommt auch noch zu uns an den Stand. Und da durften wir auch noch mal zwölf Start-ups einladen, um gemeinsam über das Thema Digitalisierung der Verwaltung der Ämter zu sprechen. Also da haben wir ganz viele Expert:innen sitzen, die dann quasi ja dem Minister zur Seite stehen können, damit auch Mecklenburg-Vorpommern sich in den Ämtern und den Verwaltungen halt digitalisieren kann.

Oliver Kramer:
Hast du mal so ein Beispiel parat, vielleicht von einem Start-up, was gerade angesagt ist, was gerade rauskommt? Oder vielleicht auch eine bestimmte Branche, wo du sagst, das ist gerade im Kommen. Ich höre immer viel von Green Tech. Vielleicht kannst du uns da  mal einmal abholen. 

Hannes Lipka:
Genau. Also ich würde sagen, Green Tech ist sehr, sehr stark vertreten, auch Thema Pharma. Also wir haben ja mittlerweile auch ein Unicorn  in der Gründungsszene mit Cheplapharm. Und das ist eine total tolle Nummer, eine total tolle Sache. Dann zusätzlich, wenn wir uns den guten Vincent Marnitz angucken mit Build Blue, der ja sogar in der Forbes Liste letztens erschienen ist, der auch ordentlich Werbung damit für MV gemacht hat, der ja im Green-, eher so im Nachhaltigkeitsbereich drin ist. Also ich könnte jetzt ganz viele Beispiele bringen. Deeeper.technology mit ihrem digitalen Zwilling zum Beispiel. Also, das ist wirklich toll, was da mittlerweile für ja Start-ups hier irgendwie vertreten sind. Oder auch Artesa, die klassische Handwerksbetriebe, von denen wir ja sehr, sehr viele Mecklenburg-Vorpommern haben, die, die einfach digitalisieren und fit für die Zukunft machen, was glaube ich unglaublich wichtig ist, weil hier ein sehr hoher Bedarf steckt. Ja, und so könnte ich noch viele weitere nennen.

Oliver Kramer:
Man merkt also, du bist da voll im Thema drin und kennst du auch so diese Unicorns bzw. da die tollen Start-ups, die bei uns im Land wachsen und gedeihen. Und ich wünsche dir heute einfach noch mal viel Spaß bei der NØRD 2026. 

Hannes Lipka:

Danke ich dir auch und viele tolle Gäste.

Oliver Kramer:
Danke!

Oliver Kramer:
Ich begrüße im Podcast von „digitales MV” dem Special zur NØRD 2026 die liebe Maika, Maika Paetzold von Denkraum Solutions. Sie hat mir verraten in Wismar bist du located und wir haben uns im Vorfeld auf das „Du” geeinigt. Freue mich, dass du da bist. Hi.  

Maika Paetzold: 
Ja, ich freue mich auch hier zu sein.

Oliver Kramer:
Ich habe gehört, das hast du mir Vorgespräch verraten, dass du ja gestern auf der Mainstage warst. Wie war es vor so vielen Leuten? Und dann gleich die Mainstage?

Maika Paetzold: 
Ja, es war unvorbereitet und das war auch sehr, sehr gut, weil ich habe mich gleich richtig wohlgefühlt, gleich auf die Gesprächspartner und das Thema konzentriert. Und es ging um digitale Souveränität, Insellösungen und Skalierbarkeit.

Oliver Kramer:
Okay, das ist auch dein Thema bei Denkraum Solutions. Du hast mir verraten, du bist Coachin, Trainerin, gern auch in Konzernstrukturen in Unternehmen und gibst dort ja Trainings. Hol uns mal kurz ab, was so die Bausteine sind, worum es geht.

Maika Paetzold: 
Das Besondere an mir ist, dass ich in den letzten Jahren Digitalprojekte auch umgesetzt habe. Das heißt, WebApp Software. Ich bin ebenfalls Early Adapter im Bereich KI und Augmented Reality, habe da viele Jahre vor dem Boom eigene Projekte und auch Start-ups in dem Bereich realisiert und auch für große Konzerne gearbeitet. Gerade in der Softwareentwicklung bis hin zu Regierungsorganisationen, aber auch für viele Versicherungen, Fuhrpark Management Systeme entwickelt, der Deutschen Bahn geholfen. Das heißt, da ist eine große große Liste entstanden an Versicherern, Medienhäusern und Konzernen, Institutionen, wo ich einfach Best Cases und Worst Case gesehen habe in der digitalen Transformation. Und genau das ist das, was ich jetzt gerne weitergebe und wo ich Unternehmen und Führungspersönlichkeiten helfe, da auch das richtige Toolset zu finden, den Change Management-Prozess und Innovationsmanagement Prozess. Denn auch das muss aufgebaut werden und passiert nicht von alleine.

Oliver Kramer:
Das geht auch a) nicht von alleine und b) nicht von heute auf morgen. Ist ja, wie du sagst, ein Prozess, den man anstoßen muss. Wie sind denn so deine Erfahrungen im MV-Kontext? Wir sind ja heute auf der großen Digitalisierungskonferenz der NØRD. Mecklenburg-Vorpommern, wie sind da so deine Erfahrungen? Vielleicht entweder im Verwaltungs-, Regierungskontext oder auch gerne im Unternehmenskontext. Wie weit sind wir denn vielleicht auch gerade auf diesen Gebieten? Neue Tools einführen, Automatisierung, KI. Ist sicherlich sehr unterschiedlich. Jetzt sehr allgemein die Frage, aber wie sind deine Erfahrungswerte?

Maika Paetzold: 
Tatsächlich sind meine Erfahrungswerte, was die Struktur betrifft, sehr gut. Also gerade die NØRD finde ich ist eine hervorragende Messe und auch die Innovationszentren. Die Innovationsstruktur hier in Mecklenburg-Vorpommern ist sehr sehr gut aufgebaut worden. Also dementsprechend  Chapeau, großes Lob! Was die Unternehmen betrifft, muss ich sagen ich bin ja erst seit Anfang des Monats in MV. Das heißt, bin 

Oliver Kramer:
Du kennst das noch nicht so.

Maika Paetzold: 
Genau. Bin da sozusagen noch bei meinen Kunden in allen möglichen größeren Städten und Bundesländern und das wird sich wahrscheinlich dann auch in MV weiter ausbauen in nächster Zeit.

Oliver Kramer:
Gibt es noch so Highlights. Worauf hast du dich vielleicht schon gefreut hier bei der NØRD oder worauf freust du dich noch? Was kann da heute noch kommen? Wir sind ja schon an Tag zwei, aber nichtsdestotrotz gibt es so Highlights?

Maika Paetzold: 
Ja, das größte Highlight war auf jeden Fall die kleine Keynote, meine Keynote auf der Stage und natürlich Stage eins anstatt Herrn Lobo. Das heißt, ich fand es jetzt gar nicht so schlimm, dass er gefehlt hat.

Oliver Kramer:
Ja, für dich war es ja gut.

Maika Paetzold: 

Für mich war es das, ja.

Oliver Kramer:
Super. Dann wünsche ich dir ganz, ganz viel Erfolg a) für dein Business und deinen Einstieg ins Business oder in die Selbstständigkeit letztendlich ja auch. Ins Coaching und noch viel Spaß hier heute auf der NØRD.

Maika Paetzold: 

Danke.

Oliver Kramer:
Und es geht nahtlos weiter bei unserem Special zur NØRD 2026. Jetzt habe ich den lieben Stefan, Stefan Scheller bei uns zu Gast. Wir haben uns im Vorfeld aufs „Du” geeinigt. Stefan ist HR Manager, Blogger und von der Perso Blogger GmbH. Stefan erstmal herzlich willkommen hier im Podcast von „digitales MV”.

Stefan Scheller: 
Dankeschön. Ich freue mich, da zu sein.  

Oliver Kramer:
Stefan, ich habe dich vorhin beobachtet. Du standest auf der Mainstage. Ist das so deine Wohlfühl-Area da, wo du dich auch wohlfühlst, einfach auch vor vielen Leuten zu sprechen und vielleicht auch deine Erfahrungen weiterzugeben?

Stefan Scheller: 
Mittlerweile ja. Tatsächlich bin ich eher ein zurückgezogener Mensch. Das glaubt immer gar keiner. Wenn du irgendwie HR Influencer draufstehen hast, denken alle, du bist die ganze Zeit
nur am Broadcasten. Ich habe mir das quasi professionell antrainiert. Und der Reiz an der Sache liegt tatsächlich, mit den Botschaften Menschen zu erreichen und tatsächlich etwas zu bewirken. Also, da geht es nicht darum, dass ich ein tolles Gefühl habe, sondern wenn ich dann hinterher Feedback bekomme, Menschen sagen:  „Mensch, das war total toll. Wir machen in unserem Unternehmen jetzt davon auch was.” Dann hat es sich für mich eigentlich schon gelohnt, ja.

Oliver Kramer:
Dann ist die Message im Prinzip angekommen. Wie sind, das ist vielleicht immer so die Standardfrage, wie ist dein Eindruck von der NØRD? Was für einen Vibe hast du vielleicht von der Konferenz? Du konntest ja heute ein bisschen aufsaugen, konntest vielleicht auch das ein oder andere Gespräch schon mit Protagonist:innen führen. Wie nimmst du das wahr, die Veranstaltung?

Stefan Scheller: 
Also, als ich heute früh schon ganz früh in diese Halle reinbin, das war schon um halb neun, da war fast noch nichts los. Um mich so ein bisschen zu akklimatisieren, war ich schon sehr angetan. Also ich mag dieses digitale, reduzierte und trotzdem irgendwie ausstrahlungskräftige Design. Ja, also das hat mich sofort angesprochen. Erinnert mich ein bisschen an meinen Arbeitgeber. Diese grünen Farben haben mich also ganz wohl und ganz heimisch gefühlt. Rein inhaltlich ist es tatsächlich so, dass ich gemerkt habe, da ist eine Plattform da, bei der Digitales mal breit gedacht wird. Ja, wir haben ja hier von Polizei und wen auch immer quasi die Behörden da. 

Oliver Kramer:
Ist ja wirklich von A bis Z.

Stefan Scheller: 
Bis hin zu coolen Start-ups. Das beeindruckt mich schon. Und das macht auch immer wieder bewusst, dass wenn man diese Themen und Menschen zusammenführt, dass da eigentlich richtig viel geht, ja.

Oliver Kramer:
Bezogen auf Unternehmen, was glaubst du, wo sollten Unternehmen vielleicht auch im HR Kontext, Stichwort Recruiting, Personalgewinnung, Fachkräftemangel unterwegs sein? Mich hat es nicht überrascht, aber ich fand es dann doch irgendwie wieder überraschend. Einmal dann mit Facebook, das ist ja dann doch noch so viel war, wo du sagtest: Ja, das kann auch sein, weil die alle da ihre Anzeigen dann über die Werbung über die Adds schalten. Aber dass LinkedIn dann doch gar nicht so weit oben war, wie ich dachte und YouTube deswegen ja auch Videopodcast ja, wahnsinnig erfolgreich.

Stefan Scheller: 
Jetzt erstmal sind es natürlich Fakten. Ja, das heißt, da sind einmal offizielle Zahlen, die gemessen werden. Dass YouTube ganz weit vorne ist und auch Instagram, ist trotzdem für mich jetzt erstmal gar nicht so erstaunlich. WhatsApp ist auch eine der Plattformen, die gerade bei den jungen Leuten einfach fast durch die Bank genutzt wird. Kommen Dinge wie Snapchat dazu und Tik Tok ist natürlich so ein großer aufsteigender Ast. Und wenn du jetzt nach Tipps fragst und dann ist es eben, muss ich immer nachfragen.

Ja, den allgemeinen Tipp, wo ich hingehe, macht ja gar keinen Sinn. Sondern ich muss mir sehr, sehr genau meine Zielgruppen anschauen. Und da kann es manchmal auch irgendwie ein bisschen nischiger werden. Ich habe da über Twitch geredet, habe über Reddit geredet. Ja, es muss nicht zwangsläufig immer LinkedIn und Co sein. Das ist aber halt natürlich die einzige, gefühlt übriggebliebene Business-Plattform, wo man so diesen Hauch von Seriösität hat. Ja, Facebook ist halt Facebook, die bunte Meta-Welt, auch sehr viel Fake, sehr viel Quatsch letztendlich dort. Also, es ist mehr eine Entertainment-Plattform. Und trotzdem ist halt immer die Frage, wen will ich erreichen? Und wenn meine Zielgruppe auf Facebook ist, dann ist Facebook the place to be. In der Regel so, was ich vom Markt mitbekomme, ist das jetzt nicht zwangsläufig die Plattform, auf der Unternehmen rekrutieren.

Oliver Kramer:
Ansonsten, du hast ja auch mal einen Blick am Puls der Zeit. Wir sind jetzt natürlich sehr allgemein. Es ist jetzt immer schwierig, in diese ganzen Bereiche reinzuschauen in der Kürze der Zeit. Aber was glaubst du, wo geht die Reise hin? Inwieweit ist denn diese Eruption, die jetzt auch überall propagiert wird in Sachen KI, KI Assistenten? Glaubst du, da geht weiter die Reise hin, da kommt keiner mehr, gerade jetzt, wir sind ja ein Business-Kontext, hier dran vorbei?

Stefan Scheller: 
Ja, also ich gehe fest davon aus, dass der Hype jetzt erstmal andauern wird. Und selbst wenn das ein oder andere Unternehmen, das sich jetzt gerade battlet in den USA, die Hyperscaler das nicht mehr durchhalten und welche schlapp machen. Die Technologie, die ist da, die wird eingesetzt werden. Es ist aber glaube ich so, wie es immer ist. Am Anfang ist diese Goldgräberstimmung, ja. Und du hast ja den klassischen Gartner Hype Cycle. Erst wird alles hochgespielt, jetzt merkt man gerade schon, wir sind auf dem Fall runter Richtung Tal der Tränen. Ja, Datenschutz und KI-Modelle werden immer dümmer und die Social Media Plattformen sind mit AI Slop voll.

All das zusammengenommen ist genau dieser Weg runter in das Tal der Tränen, wo man irgendwann jetzt sagen könnte: „Nö, da mag ich gar nicht mitmachen.” Aber, und das ist ja der Punkt, irgendwann haben wir die Datenschutzkonform. Wir haben möglicherweise im Recruiting Kontext dann den Bias vielleicht doch rausdefiniert. Wir haben wieder Werte mit drin. Wir haben europäische Lösungen, die vielleicht auch für unseren Arbeitsmarkt auch besser geeignet sind. Und dann kommen wir auf dieses Plateau der Produktivität. Da glaube ich schon dran. Also es wird zurückgehen, da wird vielleicht auch am Aktienmarkt einiges platzen. Aber im Grunde ist es gut, wenn wir uns mit dieser Technologie auch weiter beschäftigen, denn sie wird bleiben.

Oliver Kramer:
Also dranbleiben. Ich glaube auch, man kommt nicht mehr daran vorbei. Sich vor allen Dingen damit beschäftigen, das ist nun nicht jedermanns Sache, aber wir nutzen es ja mittlerweile schon alle im täglichen oder meistens im täglichen Doing. Und da geht auf jeden Fall die Reise hin. Dafür alles Gute und ja, auch für dein Business und dafür alles Gute und viel Spaß auf den NØRD.

Stefan Scheller: 
Vielen Dank!

Oliver Kramer:
Und das ist hier wie beim Film mit der Klappe. Und jetzt haben wir den Dominik, Dominik Engelen. Wir haben uns im Vorfeld  auf das „Du” geeinigt. Dominik ist Schüler der elften Klasse des Albert-Einstein-Gymnasiums in Neubrandenburg. Und ich glaube schon sehr stark in dieser Start-up-Szene drin. Sich ausprobieren, Dinge, vielleicht auch kleine Businessmodelle schon erdenken. Erst mal Hallo.  

Dominik Engelen: 
Ja. Freut mich, hier zu sein. Also ich sehe euch ja immer online und deswegen freut es mich, das jetzt mal live zu erleben. 

Oliver Kramer:
Ja, erstmal cool, dass du unser Format so kennst und wir auch ja, die jüngere Generation hier mal vor dem Mikro haben. Das finde ich, finde ich sehr stark. Vielleicht erstmal Dominik als Einstiegsfrage: Wie sind so deine Vibes hier auf der NØRD? So die ersten Eindrücke. Ich glaube, du warst auch viel bei der Gründungswerft mit am Stand. Was nimmst du so wahr?

Dominik Engelen: 
Es ist eine riesige Atmosphäre hier. Also man erwartet ja gar nicht, dass das alles in Mecklenburg-Vorpommern mit drinsteckt. Ich bin hier reingekommen und dachte: Ist das immer noch das Mecklenburg-Vorpommern, was ich kenne? Wo alle Leute von sagen: „Ja, da ist ja nichts.” Also man kommt hier rein, hier ist eine Energie, ein Vibe. Und wirklich ein riesen Lob ans NØRD-Team,
dass sie das hier so aufgebaut haben. Also, ich finde das vom Design her, vom Feeling her, von der Atmosphäre, die einfach entsteht mega cool. Und die Leute sind hier natürlich mega, dass man mal einen Ort hat, wo sich alle wirklich treffen können aus dem ganzen Land. Ist auch wichtig.

Oliver Kramer:
Was hat dich vielleicht hier heute schon überrascht, warst du vielleicht bei irgendeinem Startup oder einem Stand, wo du gesagt hast: „Geil, geile Idee, oder?“

Dominik Engelen: 
Ja, also ich war da, habe noch nicht so viel gesehen, aber ich war beim DIZ-Stand von Mecklenburg-Vorpommern und die haben dort so eine modulare Pflanzen-Bewässerungsanlage, die quasi verschiedene... Also, es ist wie ein 3D-Drucker aufgebaut und die haben dann verschiedene Aufsätze für den Kopf, der dann was weiß ich mal die Pflanzen umgräbt oder gießen kann. Fand ich richtig geil. Ich liebe ja Modularität und deswegen. Hat mich das. Richtig. 

Oliver Kramer:
War vom Makerport Stralsund. Also und wie so eine Art ja wie du sagst umgebauter 3D-Drucker, wenn man so will auf Farming umgebaut. Ganz, ganz tolles Projekt. Dominik, erzähl kurz von dir gerne auch noch mal im Kontext „Jugend forscht“. Du bist da sehr engagiert gewesen in den vergangenen Jahren. Wenn ich so deine Storys höre, denke ich mal: Ja, bitte mehr davon in MV. Erzähl kurz.

Dominik Engelen: 
Ja, also ich habe zweimal beim Landeswettbewerb bzw. beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ mitgemacht. Das war jetzt in Heilbronn und in Hamburg. Habe dann auf Bundesebene den vierten Platz in Hamburg gemacht und habe da damals noch Data-Card  vorgestellt. Heute heißt es ja Employfix. Ja, hat alles angefangen bei Data Export in Neubrandenburg. Hab da damals so ein internes Kaufsystem entwickelt und das hat sich jetzt eben zu so einer Personalverwaltungssoftware für den Mittelstand entwickelt. 

Und ja, „Jugend forscht“ hat mich da quasi erstmal rangeführt und dann sage ich mal über die Jahre begleitet. Und das war sozusagen mein Einstieg in die Gründungsszene, meine Ambition, die ich hatte am Anfang. Und so bin ich erst in dieses ganze Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern eingestiegen und deswegen finde ich so Jugendwettbewerbe sehr wichtig, weil sie eben für die Jugend irgendwie einen Ansatzpunkt geben, wie man so anfangen kann mit sowas, mit der ganzen Gründungsgeschichte. Und da lernt man halt, wie man mit einem Projekt arbeitet und da lernt man auch richtig interessante Leute kennen. Das war damals auch in Rostock gewesen, die  Landeswettbewerbe und das hat einfach Riesenspaß gemacht. Und seitdem bin ich eigentlich nur noch am neuen Entdecken, am Durchprobieren.

Oliver Kramer:
Und ich finde, du bist, wenn ich dich in der kurzen Zeit jetzt kennengelernt habe, ja nicht ein Unicorn, aber in dem Sinne, aber dahingehend, dass man so als junger Mensch schon gründet, da sticht man natürlich aus der Masse heraus. Ist das was, wo du sagst, ja, das könnte ich mir auch vorstellen oder zumindest dann auch zweigleisig zu fahren und mein Business weiter in den jungen Jahren jetzt schon voranzutreiben? Weil, das ist ja eigentlich gar nicht so deutsch.

Dominik Engelen: 
Ja, ja, leider. Also man sagt ja immer, man soll den sicheren Weg gehen. Man soll erst Abschluss machen, studieren und dann mal gucken, was man will. Ich finde aber, die Jugend sollte auch 
irgendwie anfangen, so neue Dinge zu probieren, auch irgendwie mal über die Grenzen des eigenen Denkens quasi hinaus zu denken und mal über den Tellerrand zu gucken. Und ich glaube, dafür gibt es hier die besten Möglichkeiten einfach. Und ich finde es schade, dass es was Besonderes ist, weil ich glaube, in vielen Jugendlichen steckt die Energie, das zu tun, aber sie sind einfach nur noch versteckt und deswegen hoffe ich da, dass ich da Leute inspirieren kann, ins Rampenlicht sich zu begeben und mal, sag ich mal, laut zu werden und einfach mal den Ideen auch mal Halt zu geben. Und ich glaube, die NØRD ist da ein perfekter Ort für.

Oliver Kramer:
Ja, absolut. Also, liebe Leute, ich gucke da auch gerne mal in die Kamera und Dominik auch. Also ja, seid mutig, nehmt auch vielleicht die Angebote war, der DIZ'en. Jetzt in dem Fall von Dominik in Neubrandenburg oder eben solche Wettbewerbe wie „Jugend forscht“, um da einen ersten Einstiegspunkt zu finden. Und seid mutig zum Gründen. Warum nicht mit 17 gründen? Ja warum denn nicht?

Dominik Engelen: 
Auf jeden Fall. Also ich sehe da auch nichts, was dagegen spricht. Also, der Anfang ist das Schwierigste und wenn man dann erst mal angefangen hat, merkt man eigentlich, es ist nicht so schwer, wie man sich das vorstellt. Viele haben Angst anzufangen und vor allem Jugendlichen sollte man da eigentlich sagen: „Du kannst das schaffen.” Und deswegen fangt an und dann wird das.

Oliver Kramer:
Letzte Frage. Normalerweise wären wir schon raus, aber du hast mir erzählt, du hast den Bundeskanzler getroffen im Rahmen ses Bundeswettbewerbs. Wie war denn das?

Dominik Engelen: 
Ja, also man wird eingeladen, wenn man einen Bundessieg im Bundespreis quasi bekommt. Und da wurden wir zum Bundeskanzleramt eingeladen, haben dort zwei Tage verbracht. Ja, es war verrückt. Sonst sieht man ihn ja immer nur im Fernsehen. Ja, und ich habe ihm eine Frage über seine Krawatte tatsächlich gestellt. Und das ist dann richtig viral gegangen. Und ja, er trägt ja immer Tiere auf der Krawatte und ich hatte dann eine Bärenkrawatte dabei und also ich wollte nichts Politisches fragen, weil ich wollte irgendwie im Kopf bleiben, irgendwie ein bisschen Special sein. Ja, damals war das sehr, sehr lustig gewesen.

Oliver Kramer:
Dominik, vielen Dank für diesen kurzen Impuls. Wir können leider nicht so lange sprechen jetzt in dem Format. Aber ich kann nur sagen: Bleib dran, bleib so, wie du bist und lass es sich entwickeln. Also, wir sind alle gespannt.

Dominik Engelen: 
Ja. Habe mich gefreut. Vielen Dank.

Oliver Kramer:
Die NØRD 2026 biegt auf die Zielgeraden ein. Wir sind an Tag zwei am Nachmittag. Und jetzt freue ich mich ganz besonders, dass Margaux Steiger hier ist. Unternehmerin von der Hotelkette Steiger Hotels, gleichnamige Hotelkette. Und sag erst mal, wir haben uns im Vorfeld aufs „Du” geeinigt. Hallo Margaux. 

Margaux Steiger:
Hi. Schön, hier zu sein.

Oliver Kramer:
Margaux, du standest eben auch gerade auf der Bühne, hast ein bisschen ja pitchen können, vielleicht auch deine Erfahrung weitergeben können. Wie waren so deine Vibes generell jetzt hier auch auf der NØRD, aber auch auf der Bühne? 

Margaux Steiger:

Also ich fand die Vibes ziemlich gut. Mein Vortrag war der Opener heute Morgen zum Thema „Mehr Frauen, weniger Chaos” und ich habe das Gefühl, dass das auf der Female Stage gut angekommen ist und alle Bock haben auf mehr Frauenpower in der Wirtschaft und in der Digitalisierung.

Oliver Kramer:
Nimm uns einmal ganz kurz mit. Wie hast du, wie habt ihr mal angefangen? Wie hat sich das mal entwickelt? Stammst du aus einer Hoteliers-Familie oder ist das wirklich eine Sache, wie du sagst. Okay, da hast du Potenzial damals gesehen und  das andere hat sich ja dann angeschlossen. Nimm uns einmal ganz kurz mit in deine Unternehmensgeschichte.

Margaux Steiger:

Also, ich komme aus einer Hoteliers-Familie, ich bin aus der Sächsischen Schweiz und meine Eltern sind nach der Wende von Baden-Württemberg nach Sachsen gezogen mit mir – ich war damals vier – im Gepäck und haben dort, warum auch immer ein Hotel eröffnet. Und da bin ich aufgewachsen und wir haben auch im Hotel gewohnt und habe alle Auf und Abs im Unternehmertum erlebt. Und da ist in mir der Entschluss gereift, selber in der Hotellerie anfangen zu wollen. Ich habe dann mein Abitur als Jahrgangsbeste gemacht und eröffnet, dass ich ins Hotel will. Da waren die alle total entsetzt
in der Schule. Wie man so ein Einser-Abitur wegwerfen kann.

Oliver Kramer:
Wie kann man nur?

Margaux Steiger:

Für eine Zukunft in der Gastro und habe mich dann mit 23 selbstständig gemacht. Habe eine knappe Million Fremdkapital aufgenommen und mir mein eigenes Vier-Sterne Hotel gekauft. Voll finanziert.

Oliver Kramer:
Wie ging es dann weiter? Ist das schnell gewachsen? Wurde das ja, kann man ja auch heute rückblickend sagen zu einer Erfolgsgeschichte?

Margaux Steiger:

Ja, heute rückblickend kann man das sagen. Der Weg dahin war schon steinig. Also 2014 war das, sind jetzt gute zwölf Jahre her und naja, ich war 23, bin dann noch schwanger geworden, habe Kinder gekriegt, geheiratet. Also man hat ja dann noch seine eigene Lebensplanung an der Backe und hat mich aber immer total erfüllt, das zu machen. Und ich glaube, vier Jahre später habe ich dann erst mal um ein Haus erweitert. Und jetzt, heute sind wir zwölf Jahre später und sind jetzt sechs, bald sieben Steiger Hotels in der Sächsischen Schweiz.

Oliver Kramer:
Klasse. Du bist heute hier, wie wir eingangs sagten, als Speakerin auch hier auf der Female Stage. Ja, um vielleicht auch nicht nur vielleicht, sondern ganz bestimmt jungen Gründerinnen Mut zu machen, jungen Unternehmerinnen Mut zu machen. Ja, gib uns mal was mit auf den Weg. Also ich glaube, bei vielen Frauen ist es auch manchmal eine Frage der Sichtbarkeit. Kommt in die Sichtbarkeit. Traut euch! Manchmal werden sie auch gar nicht gelassen, dass einfach die Männer sich im wahrsten Sinne des Wortes vordrängeln und einfach davor stehen. Wie sind da so deine Erfahrungswerte? Vielleicht so einen kleinen Mutmacher?

Margaux Steiger:

Na ja, in der Hotellerie ist es ja irgendwie oft so. Du hast das Zimmermädchen und den Hoteldirektor, das sind so die klassischen Strukturen in der Hotellerie. Und ich wollte das immer. Ich wollte immer eine große Unternehmerin sein, damit ich mit meinem Unternehmen die Chance hab, die Dinge anders zu machen. Das war für mich so der Hebel der Motivation. Und ich habe aber schon jetzt auch in Vorbereitung auf die Keynote, die ich heute Morgen gehalten habe, in der Rückschau auf meine letzten zwölf Jahre gedacht: „Krass, es sind schon sehr viele Frauen, mit denen ich zu tun hatte.” Aber du hast recht, alle sind eher so leise und still im Hintergrund, ziehen oft die Fäden oder treffen die Entscheidungen. Aber sind nicht die, die nach außen in die Wirksamkeit gehen.

Und ich glaube, dass es das dringend braucht. Und dass man sich als Unternehmerin und besonders vielleicht auch als junge Unternehmerin in die Sichtbarkeit trauen sollte. Ich habe auch selber am Anfang meiner Karriere da krass zurückgeschreckt, weil man immer denkt ja, gehe ich in die Sichtbarkeit, macht man sich auch angreifbar. Und man macht sich ja vielleicht als Frau auch etwas mehr Gedanken über die Meinung des Umfelds und der anderen, als vielleicht Männer das machen. Aber ich glaube, dass es total wichtig ist, weil eben die jungen Generationen und die zukünftigen Gründerinnen halt auch Rollmodels brauchen, wo sie sagen: Kind und Karriere geht, kann man umsetzen, man kann seine Ziele verwirklichen und trotzdem ein intaktes Familienleben haben. Und man kann Risiken eingehen. Und man schafft das auch. Und da gab es, glaube ich, ist es ja auch auf der Female Stage ein ganz cooler Impuls, dass da jetzt Frauen in die Sichtbarkeit gebracht
werden.

Oliver Kramer:
Ganz, ganz klasse. Und ich hoffe, du bist da ein Rolemodel für viele weitere, die da folgen und sich trauen. Letzte Frage noch mal: Wir sind ja heute auf einer Digitalkonferenz. Mecklenburg-Vorpommern, nicht nur, aber vor allem präsentiert sich mit all seinen Plattformen und Bereichen auch viele Start-ups hier. Wie wichtig ist das Thema Digitalisierung in der Hotellerie, Gastronomie bei euch, um vielleicht auch Sichtbarkeit zu erlangen? Wie nehmt ihr dieses Thema wahr?

Margaux Steiger:

Also Digitalisierung ist für mich würde ich sagen Top eins auf der Agenda. Ich glaube, wenn man das als Unternehmer oder Unternehmerin jetzt nicht mitdenkt, und zwar nicht in so einem
vorgefertigten Weg, sondern individuell auf sein Unternehmen bezogen. Ich will jetzt nicht sagen: „Rennt los und kauft euch für tausende von Euro irgendwelche Tools, sondern überlegt einfach, wie das bei euch im Unternehmen geht.“ Weil ich echt glaube, dass es einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil bringen kann und in jedem Unternehmen individuell. Aber ich halte es für einen groben Fehler, wenn man jetzt sagt: „Nein, Digitalisierung habe ich keinen Bock drauf.” 

Oliver Kramer:
Margaux, herzlichen Dank für diese wirklich spannenden Einblicke. Alles, alles Gute für das Unternehmen, aber auch privat. Und ja, viel Spaß heute hier noch auf der NØRD.

Margaux Steiger:

Vielen Dank. Dir auch. 

Oliver Kramer:
Dankeschön.

Oliver Kramer:
Und jetzt freue ich mich ganz besonders, dass Herr Dr. Wolfgang Blank, Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Zeit gefunden hat. Hier bei all den Terminen, die man ja auch so auf  einer Digitalkonferenz bei dem Heimspiel, wenn man so will, ja auch hat bei der NØRD 2026. Ja, Herr Blank, vielleicht kurzes, kurzes Fazit: Wir sind ja jetzt schon Tag zwei, Nachmittag. Wie haben Sie es wahrgenommen, jetzt die zwei Tage?

Dr. Wolfgang Blank: 
Da ich die Szene ja ein wenig kenne, freute mich erstmal, viele, viele bekannte Gesichter und auch viele neue Gesichter hier zu sehen. Ich war ja gestern sozusagen Undercover erst mal hier, weil ich zum Plenarvortrag am Nachmittag gekommen bin. Hatte dann viel Zeit, auch Gespräche zu führen. Und ja, bin wirklich sehr, sehr positiv angetan über Stimmungen, aber auch über die Vielzahl an Aktivitäten, die hier vorgestellt werden. Und wie gesagt, die gute Mischung an bekannten, aber auch neuen Gesichtern. Ja und insgesamt ja die positiven Vibes.

Oliver Kramer:
Gab es vielleicht Stände oder auch Start-ups, Unternehmen, Netzwerke, die sie überrascht haben?

Dr. Wolfgang Blank: 
Es haben mir alle Stände sehr gut gefallen. Was mir aber wirklich besonders gut gefallen hat, ist die starke internationale Vertretung hier. Da durfte ich ja auch beim Stand-Rundgang mit bei sein. Das ist schon beachtlich. Also, wenn sich zwei Hände voll estnische Unternehmerinnen und Unternehmer, zwei Hände voll auch dänische Unternehmerinnen und Unternehmer hier mit ihren jeweiligen Botschafterinnen und Botschaftern präsentieren. Bei den finnischen Kollegen konnte ich nicht mehr mit dabei sein, aber ich glaube, das ist schon auch ein Markenzeichen geworden. Es ist nicht nur Mecklenburg-Vorpommern, sind nicht nur einzelne Regionen, sondern die Ausstrahlung reichte weit darüber hinaus. 

Oliver Kramer:
Digitalisierung, wir merken es immer wieder, ein weites Feld. Das kommen auch immer wieder neue Sachen hinzu. Die Fragen kommen natürlich auch KI, kommt das Feld, IT-Sicherheit ganz, ganz viel. Wo stehen wir in MV? Ist natürlich immer eine sehr weit gefasste Frage. Es passiert, glaube ich, auch sehr viel, vor allen Dingen auch in der Verwaltung. Dass viel angeschoben wird. Aber ja, es ist schon Frage der Zeit: Wo stehen wir? Vielleicht erst mal die Unternehmensseite. Sie sind ja Wirtschaftsminister.

Dr. Wolfgang Blank: 
Ja, da ist die Antwort so weit, wie die Frage weit ist. Wir haben die großen Unternehmen, die aus eigener Kraft schon sehr früh losgegangen sind, losmarschiert sind und die vielleicht auch viele
ja jetzt von größeren Konzernen sind. Das ist keine Frage, ob digitalisiert wird oder nicht. Und die sind ganz weit vorne. Ich glaube, da können wir uns auch viel mitnehmen. Wir müssen aber konstatieren, dass wir es ja insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern mit einer eher kleinteiligen Wirtschaft oder auch kleinstteiligen Wirtschaft zu tun haben. Und insofern sind 98, 99 % der Wirtschaft eben nicht in der Lage, das komplett aus eigener Kraft zu stemmen oder auch dann die Maßnahmen durchzuführen. Und da muss unser Fokus darauf liegen. 

Oliver Kramer:
Gerade kleine Unternehmen, die müssen unterstützt werden, ist natürlich oft eine finanzielle Frage, aber nicht nur. Wie können wir, ich glaube da gibt es so viele Beispiele innerhalb des digitalen MV natürlich, aber nicht nur, da stärker unterstützen. Ist das immer nur Geld? Ist das immer nur Förderung oder ist es gerade  auch das Netzwerk, was uns hier so stark macht?

Dr. Wolfgang Blank: 
Ja, es ist mindestens beides. Wenn nicht mehr. Natürlich sind es erstmal die Ressourcen und die Ressourcen sind aber natürlich finanzielle Ressourcen. Es ist aber auch die Vertretung
in den Regionen. Ich glaube, die digitalen Innovationszentren haben sich alle gefunden. Das freut mich ganz besonders. Nach dem Start in den Ende der 2010er Jahre haben die digitalen Innovationszentren ihren Platz gefunden und sind mit ihren jeweiligen Schwerpunkten dann auch die Ansprechpartner. Dazu gehört natürlich dann auch ein wenig ja, da gehören dann auch Fördermittel, wenn Bedarf ist, dazu. Aber primär ist es wirklich das Netzwerk, ist das Türöffnen, das miteinander sprechen, auch die gemeinsame kreative Atmosphäre schaffen, das neue Ideen aushecken und dann müssen es am Ende nicht Fördermittel sein. Na klar wird man es versuchen zu ergänzen, aber es haben sich auch sehr, sehr viele Unternehmen, sehr, sehr viele Gesundheitseinrichtungen entschlossen. Gerade in der Gesundheitswirtschaft, die ja da weit vorangeschritten ist, gibt es ja Mittel und Wege, zueinander zu kommen. Es gibt Formate wie den Hackathon, es gibt spezielle Innovationsmeetings, wo die Akteure dann selbst in die Vorleistung gehen. Und ja, aber man muss erst mal so weit kommen.

Oliver Kramer:
Also, ich höre schon raus: Das ist ein Zweiklang. Es muss ein bisschen Graswurzel ja von unten wachsen, aber es darf auch gerne ein bisschen von oben gegossen werden und nur so kann dann auch die Landschaft in MV wachsen und gedeihen.

Dr. Wolfgang Blank: 
Ja, wir müssen ja konstatieren, dass wir ein eher wenig bevölkerter Landstrich sind. Also insofern müssen wir immer mobilisieren. Wir müssen sozusagen. Ich vergleiche es gerne mit einem Nervensystem, also wir müssen diese Synapsen darstellen, wo wir die Kontakte dann auch herstellen, wo wir die kreative Atmosphäre schaffen, wo wir dann vielleicht auch weitere Aktionen auslösen. Und dann werden wir wieder in unsere eigenen Räume gehen. Und wir müssen aber dieses Miteinander kommunizieren, das müssen wir immer hegen und pflegen, das ist unser hohes Gut. Ich sage immer gerne weites Land, kurze Wege, das ist unsere Stärke. Und da ist das „digitale MV” der Keyplayer sozusagen.

Oliver Kramer:
Das hört man natürlich gerne. Und die NØRD trägt natürlich auch ihren Teil dazu bei. Und ja, Herr Blank. Vielen Dank für die kurzen Eindrücke und Impressionen und alles Gute noch.

Dr. Wolfgang Blank: 
Ganz herzlichen Dank!

Oliver Kramer:
Und da kommt die berühmte Klappe zu unserem nächsten Gast. Und das ist Christian Schulenburg, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Ego. Ihr beschäftigt euch mit der Digitalisierung der Verwaltung unter anderem. Wir haben uns im Vorfeld auf das „Du” geeinigt. Erstmal Hallo Christian, schön, dass du dabei bist hier.

Christian Schulenburg:
Hallo! Danke, dass ich vor dieser Leinwand auch mal dabei sein darf.

Oliver Kramer:
Ja, die große Ehre sozusagen. Und heute geht es ja ganz viel um die NØRD 2026, die große Digitalisierungskonferenz für Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus. Ich frage mal so ganz direkt: Was sind so deine ersten Eindrücke?

Christian Schulenburg:
Also ich habe lange auf die Veranstaltung gebrannt, dass sie endlich stattfindet und ich bin sehr beeindruckt davon, wie viele bekannte Gesichter hier rumlaufen, wie gut der Austausch funktioniert und es zeigt mir, wie wichtig die NØRD für MV ist, für die Kommunalverwaltung, für die Wirtschaft. Und da habt ihr echt was super großes auf die Beine gestellt und ich hoffe, dass das wirklich die nächsten zwei Jahre also ich plane schon die nächste NØRD. Also ich hoffe Mareike auch. Also wir brauchen dieses Format einfach, diesen Austausch. Digitalisierung lebt durch Vernetzung und das ist hier das beste Beispiel, wie Vernetzung funktioniert.

Oliver Kramer:
Das Lob geben wir gerne an die Kolleginnen und Kollegen in der Stabsstelle, aber auch in den digitalen Innovationszentren. All jenen, die heute und gestern an diesem tollen Event, jetzt an der ganzen Planung beteiligt waren weiter. Gab es schon so Highlights, vielleicht an so bestimmten Ständen wo du warst, bestimmte Start-ups oder Einrichtungen, wo du gesagt hast: „Wow, kenne ich noch nicht, was Neues.”

Christian Schulenburg:
Also, ich glaube, das fängt bei der Ministerpräsidentin und der Begrüßung an, dass das Thema wirklich auch in der Landesverwaltung angekommen ist. Das sind die vielen einzelnen Gespräche, die man hier mit den Landesdatenschutzbeauftragten oder den Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit in MV hat. Das sind die anderen IT-Aufgabenträger, das sind die Kommunen selbst, mit denen viele Gespräche geführt sind. Aber ein weiteres Highlight war auch der Austausch, der „runde Tisch“ mit den Ländern Dänemark und Lettland. Dass man da wirklich aktiv dabei ist und auch mal über die Landesgrenzen hinaus schauen konnte. Also die Veranstaltung lebt eigentlich durch die Highlights, ja.

Oliver Kramer:
Sehr, sehr schön hören wir natürlich gern und erzähl noch kurz, Digitalisierung der Verwaltung, großes Anliegen, nicht nur der Landesregierung, da weiter voranzukommen. Ihr seid natürlich auch unter diesem Dach der Gemeinden, Kommunen, Städte, Landkreise, versucht natürlich da, dieses Thema auch voranzubringen. Ich habe jetzt irgendwie rausgehört: Du bist doch gar nicht so lange jetzt in dem Amt. Aber vielleicht kannst du schon irgendwie sagen: Ja, wo stehen wir da? Auf kommunaler Ebene vielleicht auch, und wo soll es mal hingehen?

Christian Schulenburg:
Erstmal haben wir eine Bestandsaufnahme, die gerade wenn man mal auf dem Bitkom Länderranking ist. Bei allem Lob bei allem Positiven im Bereich UZG und Breitband es doch zeigt: Wir haben noch einen weiten Schritt vor uns. Wir sind da auf dem 15. Platz von 16, also da ist noch ein bisschen Luft nach oben und wir müssen jetzt in Mecklenburg-Vorpommern ganz stark unsere Ressourcen hier,
die hier sind wirklich bündeln, gucken, dass wir keine Arbeit mehr redundant machen, viel von anderen lernen. Darum war der Austausch mit Dänemark und Lettland richtig gut, aber auch von anderen Bundesländern. Das heißt, wir müssen in die aktive, gemeinsam Nachnutzung kommen. Da ist das Land mit dem Finanzministerium, mit dem Innenministerium aktiv dabei. Das heißt, wir merken da einen neuen Wind, der da spürbar ist. 

Ich bin jetzt seit acht Wochen Verbandsvorsteher beim Ego. Wir müssen auch diesen Zweckverband, den Zusammenschluss im Bereich der Digitalisierung der Verwaltung auf kommunaler Ebene aktiv pushen, da wirklich stärker als Steuerer auftreten und dem Wind, den das Land aufgenommen hat, auch in die Kommunen übertragen, um dann wirklich mit dem Land gemeinsam Digitalisierung voranbringen, um dann auch in dieser Kette des Bitkom Länderrankings mal ein bisschen auch nach oben zu fallen und nicht nur nach unten, um dann wirklich ja Erfolge zu leisten. Das fängt bei Datenplattformen an, zentrale Fachverfahren. Wir müssen einfach mehr ins gemeinsame Doing kommen, als jedem bei diesen Herausforderungen Informationssicherheitsgesetz, Register-Modernisierung, jeden als Einzelkämpfer zu sehen, sondern gemeinsam ist das große Schlagwort der Stunde bei uns in MV.

Oliver Kramer:
Gemeinsam, also wie heute auf der NØRD auch da in diesen Bereichen, auch wenn es manchmal schwer fällt und vielleicht auch diese Geschwindigkeit, die wir uns alle wünschen, mitunter nicht so leicht fällt. Aber ich glaube, dafür tretet ihr unter anderem auch an, natürlich mit allen anderen Playern, die dazugehören. Und ja, Christian, danke dir erstmal fürs kurzes Statement.

Christian Schulenburg:
Danke fürs Dasein und noch einen schönen Messetag.

Oliver Kramer:
Dankeschön.

Oliver Kramer:
Und wir nähern uns dem Ende der NØRD 2026. Zwei Tage voller Gespräche, Austausch und ich hoffe auch jede Menge Input von den ganzen Speakern, Besuchern, Ausstellern. Und zum Abschluss habe ich bei uns Carsten Vogler vom KI Werk MV. Also haben wir auch da noch mal die Klammer heute zum Thema KI. Wir haben uns im Vorfeld aufs „Du” geeinigt und erstmal, hi Carsten. 

Carsten Vogler:
Hi! Es freut mich sehr hier zu sein als, ich habe gerade schon gelernt, der letzte Gast, der Rausschmeißer oder der Rausgeschmissene.

Oliver Kramer:
Genau.

Carsten Vogler:
Oder in anderen Worten: Last but not least und freue mich sehr, dass wir die Möglichkeit haben, uns auszutauschen als Abschluss des großartigen NØRD-Events.

Oliver Kramer:
Ja, wunderbar. Carsten erzähl kurz: Zwei Tage, da kann man ja ruhig mal ein Fazit ziehen. Ihr wart auch hier mit eurem KI Werk vor Ort. Wie hast du so die Stimmung wahrgenommen, das Interesse der Besucher, so in den Gesprächen vielleicht auch?

Carsten Vogler:
Wenn es ein ganz, ganz heißes Thema gibt. Es gibt viele heiße Themen, sicherlich das einen guten Ausblick auch mit sich bringt. Dann ist es durchaus KI. Natürlich auch mit einer Schattenseite. Zurück zu deiner Frage: Zwei wahnsinnig intensive Tage. Ich habe viele Gespräche geführt. Es gibt ein breites Angebot an Panel Diskussionen. Da war ich gestern auch bei einem mit dabei. Vorträgen, Keynotes, natürlich die Ausstellerinnen und Aussteller sehr breit aufgestellt. Und ich war gestern und bin heute erstaunt, wie unfassbar schnell der Tag verflogen ist. Ein Gespräch
nach dem anderen hängengeblieben hier, dann dort und ja, schon das ist jetzt. Wie spät haben wir es? Fast 17 Uhr? 17 Uhr durch.  

Oliver Kramer:
Ja, absolut. Also die Zeit ist gerast und ich kann das hier für unsere kleine, aber feine Podcast-Ecke nur bestätigen. Wir hatten viele Gäste, viel, viel Trubel, auch Interesse an diesem Medium, weil viele erst mal schauen, was gibt es denn hier so mit den Kameras und diesem ganzen Setup und den Mikros? Und viele haben sich auch einfach mal ausprobiert, ohne jetzt hier gleich im Podcast zu Gast zu sein. KI Werk MV, hol uns mal kurz ab. Es ist eine Initiative, die du angeschoben hast, hast du mir im Vorfeld erklärt. Was verbirgt sich dahinter?

Carsten Vogler:
Genau. KI Werk MV ist in einfachen Worten ein Werkraum, ein Werkraum mit dem großen Thema für das große Thema KI, Künstliche Intelligenz, die KI Revolution, die sich nach wie vor aufbäumt. Ich nenne es den „Giganten in Windeln“, weil wir noch am Anfang stehen und trotzdem ja schon so wahnsinnig beeinflusst sind. KI Werk steht für ein komplementäres Miteinander, also eine sich ergänzende Kooperation von Unternehmerinnen und Unternehmern in MV für MV. Das ist ein ganz wichtiger Kern von KI Werk MV, dass wir aus MV heraus arbeiten, und zwar für Organisationen. Ob das jetzt Unternehmen sind oder ob das Institutionen sind, für MV. Wir spiegeln oder ergänzen, komplettieren und kooperieren mit den Strukturen, die schon da sind, allen voran die digitalen
Innovationszentren und auch weitere, wie zum Beispiel KI MV in Rostock oder MV Works und einige mehr. 

Oliver Kramer:
Wie soll dieser Raum wirken? Wie wollt ihr das Ganze füllen mit Leben und ausgestalten? Soll es da Workshops geben? Treffen vielleicht? Oder funktioniert das Ganze digital oder auch so wie wir heute so richtig analog?

Carsten Vogler:
Also sowohl als auch. Wir haben eine Struktur aus drei Ebenen. KI Werk MV ist die chronologisch letzte Ebene, gleichwohl die größte für das ganze Bundesland. Wir haben angefangen vor einem Jahr in Schwerin mit KI Werk Schwerin. Das ist ein offenes Netzwerk. Wir haben vier Veranstaltungen pro Jahr. Das sind Events, wo alle Menschen eingeladen sind, wo Gastbeiträge sind bei verschiedenen Schwerpunkten, wo auch mal reingeschaut wird in die Technologie. Daraus ist entstanden der KI Stammtisch in Schwerin, wo ein kleinerer Kreis zusammenkommt von Menschen, die sich intensiver damit beschäftigen. Ja, so und aus all den Gesprächen und auch Netzwerken wie zum Beispiel dem Tech Table hier in Rostock sind Fragen aufgekommen. Anfragen auch. Wie sieht es denn in MV aus für Unternehmen, für Organisationen, wenn es um KI und Unterstützung geht? Und daraus ist die Idee und auch der Bedarf gewachsen, einen Kooperationsraum zu schaffen. Ja, der für ganz MV ausgebaut werden wird, sicherlich, soll in jedem Fall und dann eben Dienstleistung erbringt, Beratung erbringt, für Organisationen KI wirksam und nachhaltig einzubringen.

Oliver Kramer:
Also, da schon noch ein weiter Weg, höre ich heraus. Aber toll, dass ihr diesen Schritt geht und diesen Anfang mit macht. Ja, es ist schon ein bisschen ist schon was da. Ich sage mal, dieses zarte Pflänzchen in MV auch in Sachen KI, das muss irgendwie wachsen und es muss auch Menschen geben, muss man auch sagen, die da Treiber mit sind, weil ohne die geht es dann auch nicht.

Carsten Vogler:
Das stimmt. 

Oliver Kramer:
Ja. Carsten, vielen Dank für diesen, für diesen Einblick und hätte bald gesagt noch viel Spaß auf der NØRD. Jetzt ist schon langsam Schluss, aber vielen Dank und alles Gute auch für dich und dein Business.

Carsten Vogler:
Ja, vielen, vielen Dank.