Digitale Teilhabe entsteht nicht von selbst. Sie muss aktiv gestaltet werden. Zu diesem Schluss kommt Anna Witt, Projektreferentin beim Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit (LZGV) des Landesfrauenrates M-V e.V. in Folge 33 des Podcast „digitales MV“.
Im Gespräch mit Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle „Digitaler Wandel“, verweist die Expertin auf die Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus Perspektive der Gleichstellung. Demnach liegt der Frauenanteil in der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bei nur 16 Prozent. „Eine eklatante Entwicklung, an der wir dringend etwas ändern müssen“, sagt die Gleichstellungsreferentin.
Laut Witt können Unternehmen Frauen gezielter durch geschlechtersensible Stellenausschreibungen ansprechen. Auch Weiterbildungsangebote zu den Themen Führung, IT und KI, flexible Arbeitszeitmodelle und familienfreundliche Strukturen erhöhten die Chancen, mehr Frauen für die IKT-Branche zu gewinnen. Und nicht zuletzt sollten Event-Formate wie etwa die NØRD erfolgreichen Gründerinnen eine Bühne bieten.
Mecklenburg-Vorpommern biete gute Voraussetzungen, um mit Hilfe der Digitalisierung Teilhabe und Gleichstellung zu ermöglichen. „Das ist für uns eine Riesenchance. Ich glaube an MV und an die Menschen, hier etwas zu bewegen“, betonte Witt.
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