Partnertag beim DLR
Partnertag des digitalen MV am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Am 23. Februar 2026 von 14 bis 17 Uhr lädt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Partnertag des digitalen MV nach Neustrelitz ein. Hier konzentrieren sich die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf die Themen Satellitendatenempfang, Satellitenfernerkundung, Navigation, Weltraumwetter sowie maritimer Verkehr und maritime Sicherheit.
Ort:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Standort Neustrelitz, Kalkhorstweg 53, 17235 Neustrelitz
Anreise und Lage: https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/neustrelitz/anreise-und-lage
Programm:
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14:00 Uhr |
Ankunft / Empfang im Foyer |
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14:30 Uhr |
Grußworte und Vorstellung DLR durch Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des Vorstandes |
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14:45 Uhr |
Grußworte Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle Digitaler Wandel, Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern |
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15:00 Uhr |
Grußworte Minister Christian Pegel, Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg- |
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Institut für Solarterrestrische-Physik (SO)
Dr. Jens Berdermann
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Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
Holger Maass
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Institut für Kommunikation und Navigation (KN)
Ralf Ziebold
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Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastruktur
Dr. Olaf Kranz
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DLR_School_Lab Neustrelitz (DSL)
Dr. Albrecht Weidermann
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| ab 15:40 Uhr | Geplante Themenstationen und Gruppenführungen |
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Institut für Solar-Terrestrische-Physik (SO)
Institut für Kommunikation und Navigation (KN)
Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
DLR_School_Lab Neustrelitz (DSL)
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17:00 Uhr |
Come together – Netzwerkaustausch |
Themenstationen
Institut für Solar-Terrestrische-Physik
IMPC-Weltraumwetterservice
Das DLR in Neustrelitz ist international anerkannt im Bereich Weltraumwetter. Neben der Grundlagenforschung betreibt das DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik gemeinsam mit dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) im IMPC (Ionosphere Monitoring and Prediction Center) eine prä-operationelle Echtzeitüberwachung und Vorhersage von Weltraumwetter. Auf Basis boden- und weltraumgestützter GNSS-Daten (Global Navigation Satellite System) werden Zustände der Ionosphäre analysiert, um Nutzende und Serviceprovider frühzeitig über mögliche Störungen durch Sonneneruptionen und solare Strahlung zu informieren.
Im ESA-Programm „Space Safety“ koordiniert das DLR das Expert Service Center für Ionosphärenwetter. Zudem leistet es im PECASUS-Konsortium der ICAO (International Civil Aviation Organization) wesentliche Beiträge zur Bereitstellung und Weiterentwicklung von GNSS-Services für die zivile Luftfahrt und trägt damit zur Reduzierung weltraumwetterbedingter Beeinträchtigungen bei.
Institut für Kommunikation und Navigation
Terrestrische Backuppositionierungssystem R-Mode in der Ostsee
Am DLR-Institut für Kommunikation und Navigation werden neue Architekturen für die nächste Generation des Navigationssystems Galileo entwickelt – als Grundlage zukünftiger digitaler Dienste.
Die Abteilung „Nautische Systeme“ in Neustrelitz erforscht Technologien für eine zuverlässige Navigation in See- und Binnenschifffahrt. Dazu zählen Sensorfusionsverfahren, automatisierte Wasserstraßenkartierung sowie Lösungen für zunehmend automatisierte bis autonome Schiffe. Angesichts von GPS-Jamming und -Spoofing arbeitet das DLR zudem am Backup-System R-Mode, das über terrestrische Funksignale eine verlässliche Positionierung und resilientes Timing ermöglicht.
Parallel treibt das DLR den Transfer seiner Forschung in Wirtschaft und Gesellschaft voran. Ziel ist es, Verwertungspotenziale zu erschließen, Innovationen in die Anwendung zu bringen und so die Wirtschaftsstandorte Deutschland und Europa zu stärken. Unternehmen können dabei über Kooperationen, Innovationspartnerschaften oder Lizenzierungen mit dem DLR zusammenarbeiten.
Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
Am Standort Neustrelitz übernimmt die Abteilung „Nationales Bodensegment“ des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums den Empfang, die Prozessierung und Archivierung von Nutzlastdaten aus Fernerkundungs- und wissenschaftlichen Kleinsatellitenmissionen. Als europäischer Knoten im internationalen Bodenstationsnetzwerk unterstützt das DLR mehr als 20 nationale und internationale Satellitenmissionen, wirkt bei der Satellitenkommandierung mit, verarbeitet Daten in Nahechtzeit für Partner und fungiert als Backup-Station für weitere Missionen.
Die Forschungsstelle Maritime Sicherheit entwickelt und betreibt maritime Informationsprodukte auf Basis von Fernerkundungs- und weiteren Sensordaten. Ziel ist es, die Sicherheit der Schifffahrt sowie den Schutz von Meeren und Küsten zu verbessern – in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen, behördlichen und industriellen Partnern.
DLR_School_Lab Neustrelitz
Das DLR misst der Nachwuchsförderung große Bedeutung bei und engagiert sich sowohl im
schulischen wie im akademischen Bereich in besonderer Weise. Im DLR_School_Lab, dem
Schülerlabor, haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Kleingruppen spannende
Experimente zum Thema Raumfahrt unter fachkundiger Anleitung durchzuführen.
Während der Führung durch das DLR_School_Lab sollen die Gäste in die spannende Welt des
forschenden Lernens eintauchen, dabei Informationen zu unseren Experimenten bekommen und
diese auch gern selbst ausprobieren.